CLAP YOUR HANDS SAY YEAH

CLAP YOUR HANDS SAY YEAH

7. Conrad Sohm Kultursommer-Festival präsentiert:
CLAP YOUR HANDS SAY YEAH

Mittwoch, 18. Juli 2018
Conrad Sohm, Dornbirn
Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr

Tickets sind bei folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
Ländleticket (Raiffeisenbanken und Sparkassen Vorarlbergs) mit Raibaclub-Ermäßigung, Musikladen (05522/41000), V-Ticket, Öticket, Eventim, Ticketcorner, Musicticket, Bro Records und hier zum selber ausdrucken.
Ab 19 Uhr sind Tickets auch an der Abendkassa erhältlich.

CLAP YOUR HANDS SAY YEAH! Beim 7. Kultursommer-Festival im Conrad Sohm Dornbirn!

Wie bei früheren Clap Your Hands Say Yeah-Aufnahmen nickt The Tourist zu Ounsworths musikalischen Helden auf – einer Gruppe, der Künstler wie John Cale, Robert Wyatt, Tom Waits und Nick Cave angehören.
Dieses Album zeigt aber auch eine natürliche Weiterentwicklung gegenüber früheren Alben. “Better Off“ und „The Vanity Of Trying“ sind üppige, keyboardgestützte Songs, während „A Chance To Cure“ und „Ambulance Chaser“ rhythmisch schräg gestellt sind und das seufzende „Loose Ends“ ein delikater, akustisch basierter Folk-Rock ist.

Der Tourist ist aus einer Zeit hervorgegangen, in der Ounsworth eine Menge intensiver Seelenforschung betrieben und persönliche Ereignisse verarbeitet hat, die sein Leben und seine Zukunft unwiderruflich geprägt haben. Aber obwohl die meisten dieser Lieder in dieser Zeit des Nachdenkens zusammenkamen, hält er die Platte für kathartisch – eine Art Ausatmen, und nicht für eine Ansammlung von Liedern, bei denen er sich in Selbstmitleid hingab oder die Dinge stagnieren oder verfaulen ließ.

Passend dazu reflektieren die Texte von The Tourist, wie komplex die Umwälzungen sein können (“We can beat around this bush together / Sometimes it’s all I think of / Other times I can forget”) und erforschen die unvollkommene Natur der Schuld (“The car left the road and was found without its mirrors / You play the victim / And I’ll play the blind man”). Andere Songs versuchen, der Gegenwart einen Sinn zu geben („Now that the past is on fire / How can I look around and find I can’t remember who I was“) oder verwenden ein kluges Wortspiel – „Black cat let’s not split hairs / I’m tethered to the weather / I assure I don’t care about no lucky streak“- für den Effekt.

Ounsworth verbrachte etwa eine Woche damit, The Tourist im Studio von Dr. Dog’s Philadelphia mit einem Schlagzeuger und Bassisten aufzunehmen. Danach verbrachte er zusammen mit dem Ingenieur Nick Krill einige Monate damit, die Dinge aufzuräumen und zusätzliche Verzierungen einzuspielen: Background-Gesang, Keyboards, Gitarren und weitere Percussions. Das gibt The Tourist mehr Band-Feeling als das letzte Album und trägt dazu bei, dass die Platte eine musikalische Leichtigkeit besitzt. Der verträumte Eröffnungs-Track „The Pilot“ hat vor allem einen schwindelerregenden Rand, der von Smith’s – kurzlebigen Akustikgitarren – und Ounsworth’s konspirativem Gesang geprägt ist. Der Tourist wurde dann von Dave Fridmann gemischt, der auch an zwei früheren Clap Your Hands Say Yeah Alben, 2007’s Some Loud Thunder und 2014’s Only Run gearbeitet hat. Ounsworth sagt, dass er und Fridmann auf der gleichen musikalischen Wellenlänge sind, was ihre langjährige Zusammenarbeit zu einer Art Anker macht. „Dave und ich halten uns nicht unbedingt an das, was am einfachsten ist, nämlich fein und angstauslösend, auf eine gute Art und Weise“, sagt er. „Er fordert mich heraus, etwas anderes zu tun.“

Ich bin ein relativ einsamer Mensch und arbeite am besten allein“, sagt er. „Ich zähle auf andere, um das Projekt zu unterstützen, während der Prozess der Erstellung und Veröffentlichung eines Albums voranschreitet, aber wenn es nicht mit dem übereinstimmt, was ich vorhabe, ist es schwer für mich, wirklich da zu sein. Das ist wohl einer der Gründe, warum das Projekt die ganze Zeit über unabhängig war. Vertrauen Sie mir, ich verstehe, dass diese Denkweise sowohl ein Gewinn als auch eine Belastung ist.“

Diese hartnäckige Unabhängigkeit spiegelt aber auch Ounsworths Engagement für musikalische Integrität wider. Clap Your Hands Say Yeah’s Karrierebogen geht es darum, auf früheren Erfolgen aufzubauen und dabei einer künstlerischen Vision treu zu bleiben. Und obwohl The Tourist aus schwierigen Zeiten hervorgegangen sein mag, spiegelt er Ounsworths unheimliche Fähigkeit wider, sich vorwärts zu bewegen, egal unter welchen Umständen.

„Ich würde lieber nicht sagen, dass es eine dunkle Zeit war, aber es war eine schwierige Zeit in meinem Leben – unter anderem die schwierigste“, sagt er. „Aber ich musste und muss versuchen, es loszulassen. Und so lasse ich die Dinge laufen. Obwohl es für jedes Album das Gleiche ist – dieses Album ist wahrscheinlich mehr als die anderen. Aber ich muss versuchen, jedes Mal etwas Neues zu tun, das für mich interessant ist. Ich meine, ich könnte sehr gut Songs so schreiben, wie sie früher waren. Aber ich glaube nicht, dass die Leute es zu schätzen wissen, wenn man jemandem zuhört, der nur die Bewegungen durchläuft. Wir müssen etwas bauen, das lange hält, anstatt es nur zu bauen, weil es im Moment gut aussieht.“

Klingt spannend? Ist spannend! Vor allem wenn man The Tourist von Clap Your Hands Say Yeah dann live am 18. Juli beim 7. Kultursommer-Festival erleben kann. Unbedingt Tickets sichern.

// Clap Your Hands Say Yeah
http://twitter.com/cyhsyband
https://www.youtube.com/user/cyhsyband

// 7. Conrad Sohm Kultursommer-Festival
http://www.conradsohm.com/