Silly Walks feat. Patrice (Soundsystem Show) + Invasion Sound

Silly Walks feat. Patrice (Soundsystem Show) + Invasion Sound

Silly Walks feat. Patrice (Soundsystem Show)
Support: Invasion Sound

Freitag, 05. Oktober 2018
Conrad Sohm, Dornbirn
Einlass: 22 Uhr / 18+
Late Night Clubshow

 

Tickets sind bei folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich:
Ländleticket (Raiffeisenbanken und Sparkassen Vorarlbergs) mit Raibaclub-Ermäßigung, Musikladen (05522/41000), V-Ticket, Öticket, Eventim, Ticketcorner, Musicticket, Bro Records und hier zum selber ausdrucken.

 

PATRICE:

LIFE‘S BLOOD ist das siebte Studioalbum von Patrice. Es handelt von Werten und dem Wertvollen. Es besingt Mut, Euphorie und Sinnlichkeit, es versteckt Hintersinniges im klaren Blickfeld, inmitten von vorwärts gerichteten Drums und wunderschönen Melodien. „Wert richtet sich nach Bedürfnis“, sagt Patrice, „und mein Bedürfnis in dieser Zeit ist nach einer Quelle von Energie, nach einem Lebenselixier“. LIFE’S BLOOD ist unsere kostbarste Ressource, das Wasser, das den Planeten belebt, das Blut, das den Körper durchströmt und aufstehen lässt. Aufstehen, um sich auf den Weg zu machen gegen Unrecht und für Liebe. Aber auch aufstehen, um zu tanzen!

So kündigt sich LIFE’S BLOOD mit buchstäblichen Pauken und Trompeten an: an seiner Speerspitze steht mit ‚Burning Bridges‘ ein Song, der in Co-Produktion mit Diplo (Major Lazer, Beyonce, Madonna) und den Picard Brothers entstand und der vor Jetzt-Zeitigkeit nur so strotzt. „Als wir ‚Burning Bridges‘ fertig hatten, wusste ich: es muss ein neues Album geben. Und genau so muss es klingen!“

Geboren 1979 als Sohn eines großen Intellektuellen Afrikas und einer deutschen Mutter, lebt PATRICE heute in New York, Paris und Köln. Drei Städte, die jeweils auf ihre ganz eigene Art im Brennpunkt des Zeitgeschehens stehen. Gemeinsam mit London und dem jamaikanischen Kingston bilden sie das Pentagon, in dem LIFE’S BLOOD seinen Sound erhält. Dieser steht zeitgleich in der Tradition von Nina Simone und Bob Marley, sowie in dem jetztzeitigen Sound der Clubs und Dancehalls der Metropolen.

Patrice ist ein Storyteller, der es liebt von musikalischen Kuriositäten zu erzählen, von Entstehungsgeschichten großer Alben, von den Hintergründen und Geheimnissen seiner Lieblingskünstler. Er schwärmt von Londons großer musikalischen Tradition, von The Clash bis zu Grime und in London besitzt er ein gemeinsames Studio mit Alan Nglish (Alissia Cara, Cee-lo Green), zu dem er den Großteil seines über Jahre kuratierten Vintage Equipments beigesteuert hat. Gemeinsam mit einem Kreis aus internationalen Songwritern entstehen hier die Ideen zu vielen Songs des Albums. In Köln verwurzelt, steht dort die zweite Hälfte seines Equipments, hier nimmt Patrice am liebsten Drums auf. Die Chöre und Horns entstehen auf Jamaica mit der Hilfe und Inspiration des legendären Clive Hunt, der mit Dennis Brown, Peter Tosh und Jah Cure die Reggae- und Popgeschichte geprägt hat. Das Herzstück des Albums – Patrice’s unverkennbaren Gesang – nimmt er hauptsächlich in seiner Wohnung in Brooklyn, New York auf. In der improvisierten Gesangskabine im Schrank, akustisch eingerichtet mit lose hängenden Bettdecken. „Im Prinzip habe ich meinen Laptop und ein gutes Mikro immer im Rucksack. Ich recorde überall. LIFE’S BLOOD ist wahrscheinlich mein großes HoBo Album“, lacht Patrice.

Der tanzbare, progressive Weg, den ‚Burning Bridges‘ bereitet, findet sich auf Songs wie „Guns & Tings“ und „Island“ wieder. Geschoppte und gepitchte Vocalparts, Afro-Karibische Rhythmen, die seit Jahren Teil des Patrice Sounds sind und jetzt im Manifest ankommen. Während man vor dem geistigen Auge bereits die Festivalbesucher springen sieht, verpasst man beinahe die pointierte textliche Schärfe: fast beiläufig thematisiert der zweite Vers von „Island“ Drogenkonsum und Teen-Pregnancy. „Guns & Tings“ hinterlässt Spuren einer Auseinandersetzung mit Armut und Kolonialisierung. Patrice gelingt es immerwieder die scheinbar schweren Themen mit einer Nonchalance zu servieren, die sich nie aufdrängt – und deshalb eiskalt erwischt.

Ein spielerischer Umgang mit den Dingen die passieren, trocken-humorvoll und trotzdem hintersinnig – das ist eine der großen Freuden beim Hören von LIFE’S BLOOD. Spielerisch sind auch die Momente, in denen Patrice Genres und Einflüsse erhitzt, schmilzt und zusammengießt wie auf dem Standout-Song „Love You Love“. Reggaes Hutzug in Richtung Blood Orange, französischem Progressiv Discofunk und vielleicht ein wenig in Richtung Michael Jackson – fest verankert in der Soundwelt von Patrice. „Musik ist manchmal wie flirten“, lacht er. „Du musst das Gegenüber zuerst verwirren – dann entsteht ein offener Moment und alles kann passieren“.

Viele Songs auf LIFE’S BLOOD sind aus diesen offenen Momenten entstanden. Vor und während der Entstehung des Albums schreibt und produziert er für andere Künstler aus verschiedenen Genres. Nach den Mehrfach-Platinerfolgen des von ihm produzierten Albums der Künstlerin Selah Sue, sowie Produktionen für Cody ChesnuTT und Rox, entspringen seiner Feder auch immer wieder Tracks für internationale Künstler wie die irischen Wyvern Lingo. Und in manchen Momenten entstehen auf diese Weise auch Songs, die Patrice so sehr ans Herz wachsen, dass er sie für sich behält. Auf dem Album finden sich einige von ihnen wieder – LIFE’S BLOOD ist auch deshalb so divers und interessant.

„Everything I say, I say to you. When my tears run in rivers, they run to you“ Diese Worte erklingen auf „Be With me“ und eröffnen eine weitere Seite des Albums, die verletzbar und berührend ist. Patrice hat keine Angst vor dem großen Wort „Liebe“ und der damit einhergehenden Ekstase, der Erfüllung, den Zweifeln, den dunklen Punkten.

So ist LIFE’S BLOOD mit all seinen leuchtenden, Superpowers-gebenden Momenten auch immer wieder durchzogen von einer Bestandsaufnahme der Schattenseiten unserer Zeit. Darin spricht Patrice klar und nüchtern und immer auch von sich. In manchen Momenten sehr spezifisch, wie wenn er auf dem OMI (Welthit „Cheerleader“) featurenden „Meanin“ Worte für das leere Gefühl nach One-Night-Stands findet, die wohl bei vielen einen wunden Punkt treffen. In anderen Momenten berührt Patrice Dinge, bei denen das Persönliche zum Universellen wird. Als am 13. November 2015 im Pariser Konzertsaal Bataclan 130 Menschen auf tragische Weise um’s Leben kommen und Hunderte weotere verletzt werden, ist Patrice nur ein paar Straßenblocks entfernt. „Das ist mein Hood. Ich habe dort selbst öfter gespielt. Die Menschen, die das Konzert veranstaltet haben, arbeiten in meiner Booking Agentur. Ich sehe die Bilder im Fernsehen und kenne die Gesichter. Dieser Abend hat Paris verändert, dieser Abend hat die Menschen in Paris verändert“ erzählt Patrice. „Am nächsten Morgen saß eine ältere Dame neben mir im Café und sprach mich an. Normalerweise ignoriert man hier seinen Tischnachbarn, doch an diesem Tag unterhielten sich alle. Die Menschen standen unter Schock – und sind näher zusammengerückt. Das berührt tief“.

Für Patrice sind die wahren Helden dieser Geschichte die einfachen Menschen. Die, die einander geholfen haben. Der unscheinbare Mitarbeiter des Bataclan, der unter Einsatz seines eigenen Lebens unzählige Menschen gerettet hat. Die besagte Dame im Café, die sich liebevoll um ihn gesorgt hat: „Er sei doch noch so jung, er habe doch noch so viel vor sich, er solle besonders auf sich aufpassen.“ „Da kommen wir zurück zu den „Werten“: was ist und wichtig in solchen Momenten? Und weiter: was zeigen uns die Medien? Liegt der Fokus auf den guten Taten, den helfenden Händen? Leider nicht und das multipliziert das Negative und die Angst!“.

Patrice findet seine Aufgabe und die Energie von LIFE’S BLOOD nicht darin, Schwermut zu propagieren. Sie liegt nicht darin, Konflikte von allen Seiten zu beleuchten und dadurch immer weiter leben zu lassen. „Wenn ich meine Musik spiele und ich schaue in die Gesichter der Leute und da ist ein Lachen… Wenn die Menschen nach Hause gehen und mehr Energie für ihr Leben mitnehmen als sie zuvor hatten… das ist meine Aufgabe“, sagt er abschließend. „Es geht nicht darum, den Hit des Sommers zu machen. Es geht um Inspiration, um Power, um das Leben!“

LIFE’S BLOOD ist ein so stylisches wie stilsicheres, scharf gewürztes, honigsüßes Testament genau dieser Haltung.

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SILLY WALKS:

Silly Walks Discotheque ist ein Reggae Soundsystem, Produzententeam und Label aus Hamburg es besteht schon seit 1991 und gehört damit zu den Pionieren der europäischen Reggaeszene.

In den 90ern noch mit dem späteren Reggae – Superstar Gentleman am Mic, besteht die Crew heute aus Selector Oliver Schrader, einem der Gründer des Projektes und MC Joscha Hoffmann, der nunmehr seit gut 10 Jahren am Start ist.

Als Soundsystem gehören Silly Walks Discotheque bis heute zu den meistgebuchten und beliebtesten Formationen Europas und touren auf dem ganzen Kontinent sowie in Afrika und Amerika.

Ihr musikalisches Spektrum umfasst neben allen Reggaesparten aus fünf Jahrzenten auch Genreübergreifendes, etwa afrikanische und lateinamerikanische Clubsounds oder die Global Bass genannten Hybride aus den Metropolen der Welt.

Neben der Aktivität als Soundsystem ist Silly Walks Discotheque auch als Produzententeam aktiv.

Bereits unter dem damaligen Namen Silly Walks Movement entstanden Anfang des Millenniums einige stilprägende Alben, z.B. ist „Songs of Melody“ 2002 bei Four Music veröffentlicht worden und es folgten weitere Veröffentlichungen mit Künstlern wie Jan Delay, Patrice, Max Herre, Gentleman, Luciano, Capleton, Loui Culture u.v.m.!

2012 erschien ein Silly Walks Discotheque Various Artists Album mit dem Titel „Storms of Life“, das zusammen mit den 2013 erschienenen One Riddim – Jugglings „Honey Pot“ – mit dem Jamaika #1 Hit „Smile Jmaica“ von Chronixx- und „Brighter Days“ – mit der Busy Signal / RC Combo „Dreams of Brighter Days“, die gerade im jamaikanischen Radio Furore macht- internationales Ansehen als Top Produzenten eingebracht hat. 2014 erschien das Juggling „Clocktower“ mit u.a. Gentleman, Queen Ifrica und Morgan Heritage und 2015 „Ram Jam“ mit dem Sara Lugo/ Protoje Hit „Really Like You“ und weiteren Songs u.a. von Shaggy und Chronixx.

Zuletzt arbeiteten Silly Walks Discotheque an einem weiteren Various Artists – Produzentenalbum, das im Sommer 2016 anlässlich ihres 25. Jubiläums erschien und mit einer weltweiten Jubiläumstour auch auf die Bühnen gebracht wurde.

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INVASION SOUND:

Invasion Sound, gegründet 1999 im österreichischen Vorarlberg, verschlug es „Puppa“ Bugs Raida nach Innsbruck, wo sich dann mit Jocki (the essential Selecta) und Flow A Lion die endgültige Invasion-Formation gefunden hatte.

Seit nunmehr 1999 spielen die Jungs sich erfolgreich durch Clubs in ganz Europa. Durch ihren kraftvollen Style hat sich das Soundsystem-Team längst einen Namen in der Szene gemacht. Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Reggae, Dancehall, Afro Vibes und grandiosem Remixen bringt das Invasion Soundsystem jede Party zum kochen. Diesen Vibes kann sich einfach niemand entziehen.

Das Trio wurde unter anderem durch ihren „Maddest Tuesday inna di World“ bekannt. Ein seit 5 Jahren bestehender Regular an einem Dienstag, der unter anderem Stars wie Baby Cham, Romain Virgo, Elephant Man, Agent Sasco, Kabaka Pyramid, I-Octaine, J-Boog und viele mehr zu Gast hatte.

Nicht zu vergessen ist auch der „Live and Let Die“ Soundclash, der Einblicke in die schweren Dubboxen der internationalen Big Sounds gewährt.

Ausserdem ist das Invasion Trio Teil des „Rasta Hill Camps“, das für’s „Hill Vibes Festival“ das größte Reggae Festival in Österreich verantwortlich ist.

Invasion Sound:
Bugs Raida
Jocki the essential Selecta
Flow A Lion