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Triggerfinger

Triggerfinger

Freitag, 23. November 2012
Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
www.triggerfinger.net

Support: Antlered Man
www.antleredman.co.uk

Afterparty: FxFarmer (Funkanomics, Ravensburg)

Tickets: mit Raiba Club 18,90€ zzgl. Vorverkaufsgebühren / sonst 21€ zzgl. Vorverkaufsgebühren.Tickets sind auch noch an der Abendkassa erhältlich.

Die belgische Rockband TRIGGERFINGER kommt ins Ländle! Ihr Cover von „I Follow Rivers“ (Lykke Li) schoss das Trio dieses Jahr in die europäischen Charts.

High Noon in den Straßen Antwerpens: Eine Gang sattelfester Rock-Desperados, bekannt als Triggerfinger, tritt zum ultimativen Duell gegen die musikalische Monotonie an. Plötzlich: ein Schuss! Und die Monotonie sinkt leblos zu Boden. „Die knisternde Spannung dieses Moments, wenn sich zwei Duellanten gegenüberstehen und jederzeit den Abzug drücken können – darum geht es bei Triggerfinger“, erklärt Gang-Leader Ruben Block. Schon seit zwölf Jahren tragen Triggerfinger ihre musikalischen Shootouts nun aus, spielen regelmäßig bei großen Benelux-Festivals wie dem Pinkpop die Hauptbühnen, machen legendäre Clubs wie das Amsterdamer Paradiso oder das Brüsseler AB (drei Tage hintereinander) voll und haben unlängst auch hierzulande bei bekannten Musik-Events wie dem Haldern Pop, Rheinkultur oder dem Burg-Herzberg-Festival auf sich aufmerksam gemacht. Mit ihrem nach „Triggerfinger“ (2004) und „What Grabs Ya“ (2008) dritten Album „All This Dancin’ Around“, das in den renommierten Sound City Studios in L.A. (wo bereits Ikonen wie Nirvana, Metallica oder Neil Young aufnahmen) eingespielt wurde und an dessen Produktion neben Bassist Paul van Bruystegem und Drummer Mario Goossens auch Greg Gordon als Co-Produzent (Wolfmother, Slayer) beteiligt war, blasen Triggerfinger nun erneut zum Angriff und präsentieren sich dabei so faszinierend und mannigfaltig wie kaum eine andere Rockband der jüngeren Jahre.

Belgische Rockmusik – da fallen einem nicht viele Bands ein, die man gehört haben muss. dEUS natürlich, Soulwax, klar, jüngst auch noch das mächtige Garagen-Rock-Duo The Black Box Revelation – und dann wird’s schon schwierig. Doch mit „All This Dancin’ Around“ machen nun auch Triggerfinger ein für allemal klar, dass man an ihnen einfach nicht mehr vorbei kommt. Denn Triggerfinger haben Herz, Triggerfinger haben Grandezza, Triggerfinger haben Groove und ihren unverwechselbaren Stil. „Wir machen unsere ganz eigene Rockmusik“, sagt Sänger-Gitarrist Ruben, „das ist nicht nur Hardrock sondern hat auch Rockabilly- und Blues-Einflüsse, die für die Prise Wahnsinn in unserem Sound verantwortlich sind. Ich vergleiche uns immer mit Filmen wie ‚Lost Highway’: Es geht eher um Atmosphäre als um Erklärungen“. Glücklicherweise besitzen Triggerfinger jedoch nicht die abstruse Sperrigkeit eines David-Lynch-Films sondern geben sich nur in wohldosiertem Maße dem Irrsinn hin. „A certain lunacy has come to visit“, singt Ruben treffend im tonnenschweren Monster-Track „Feed Me“, der einem mal eben die Gänsehaut auf links zieht.

Was Triggerfinger ebenfalls haben, ist Erfahrung: Ruben und Drummer Mario Goossens (der viele belgische Nachwuchsbands wie The Black Box Revelation produziert hat) sind fast 40, Bassist Paul van Bruystegem hat sogar die 50 überschritten. Doch wer hier seichte Rockballaden für die gesetzte Rolling-Stones-Generation vermutet, sollte sich auf eine feiste Überraschung gefasst machen, denn Triggerfinger rocken, als gäbe es kein Morgen. „Ja, ich weiß, wir sind ziemlich alt“, nimmt Ruben Anspielungen auf das fortgeschrittene Alter der Band mit Humor. „Aber es ist gut, dass wir erst jetzt richtig durchstarten, da wir lockerer und erfahrener als vor 20 Jahren und durch konstantes Touren auch bessere Musiker geworden sind.“ Was zu beweisen war und auf allen drei Triggerfinger-Alben auch klar zu hören ist.

Gefunden haben sich Ruben Block, Paul van Bruystegem und Mario Goossens einst wie viele andere Bands auch: durch Zufall. Ruben und Mario spielten in verschiedenen Kombos, der eine sprang hier ein, der andere dort und man kam in Kontakt. Als Ruben schließlich Triggerfinger gründen wollte, stellte er Mario die alles entscheidende Frage, die dieser mit „Ja, ich will“ beantwortete. Triggerfinger begannen 1998 als Coverband, tingelten durch Bars und Clubs und erspielten sich über die Jahre genug Kapital und musikalische Finesse für eine eigene Albumproduktion. Doch plötzlich stieg der etatmäßige Bassist aus und Ersatz musste her. Enter: Studiobesitzer Paul van Bruystegem, der musikalisch aus der Blues- und 70s- Rock-Szene kam, eigentlich gelernter Gitarrist war, sich aber selbst zum patenten Bassisten umschulte und seither den einzigartigen Triggerfinger-Beat angibt.

Wenn man Triggerfinger nun doch vergleichen will, braucht man eine ganze Armada an Referenzpunkten. Ruben selbst führt Vorbilder wie CCR, Masters Of Reality oder The Black Keys an – doch auch Queens Of The Stone Age sind ein guter Anhaltspunkt für die sirrenden Gitarren-Kracher auf „All This Dancin’ Around“, die zudem mit einigen Überraschungen daherkommen: So verbeugen sich Triggerfinger in „I’m Coming For You“ vor Wolfmother und somit Led Zeppelin oder dringen im bombastischen „Without A Sound“ in ein Klanguniversum vor, das an die grandiosen Brand New erinnert. Und hört man im grande finale „It Hasn’t Gone Away“ nicht auch eine Prise Lenny Kravitz? Irre, diese Band. Irre gut.

Das Schlusswort gebührt Ruben: „Wir sind eine laute, intensive Band. Doch es ist leicht, laute Musik zu machen: Du drehst einfach den Verstärker auf. Dabei aber den Groove und den Sex der Musik zu bewahren, das ist die Kunst. Darauf spielt auch der Albumtitel ‚All This Dancin’ Around’ an – auf Grooviness und Sexiness. Man kann ihn aber auch existenziell verstehen, nach dem Motto: Warum tanzen wir hier auf diesem Planeten herum? Außerdem sind einige Texte auch sehr persönlich und schwer, das wäre dann das emotionale Herumtanzen. Wichtig ist, dass man beides hat: Tiefgründige Songs und Spaßnummern, bei denen du deiner Freundin auf die Arschbacken haust. Es ist diese Balance, die Triggerfinger auszeichnet. Und eins noch“, fügt er nach kurzer Pause hinzu. „Wenn ein Triggerfinger-Konzert beginnt, dann ist das so, als würde ein verrückter Gewittersturm ausbrechen.“

Alsdann, Freunde gitarrenintensiver Rock-Gewitter: Begebt euch mit Triggerfinger ins Auge des Sturms – ihr werdet es nicht bereuen!